nicht mehr, nicht weniger.Beiträge-Feed Kommentare-Feed

Twittri Heil

Hubertus Heil twittert also. Der Generalsekretär der SPD versucht sich im neuen Medium - und das tut er meines Erachtens nach ziemlich gut. Natürlich sind Sätze wie “Wir sozialdemokraten machen einen modernen deutschen wahlkampf, keine billige us-kopie” Hirnsalat. Weil “moderner deutscher Wahlkampf” eine sinnfreie Floskel ist. Doch ich bin (wie zum Beispiel auch Herr Lumma von der SPD) ein großer Freund von Authentizität in der Politik, kein Freund der Talkshowinszenierung. Ich bin kein Freund von Politik als PR-Produkt, bei dem Message, Mensch und Mediengestalt inkongruent sind.

Doch dass Spon und SZ so reagieren, wie sie reagieren, mit Häme nämlich, das ist keine Überraschung. Der Neoboulevard lebt davon, dass Menschen sich anders geben als sie eigentlich sind. Er lebt von der Pseudoinszenierung, von gefärbten Haaren, tiefen Dekolletes, von allem, wo Menschen “Huch” sagen können. Spiegel Online ist “Huch”-Medium par excellence.

Wer Twittert, imitiert Obama. Wer nicht twittert, ist altmodisch. Hauptsache man kann draufhauen. Das ist arm. Und doch so naheliegend: Viele Journalisten haben einen ausgeprägten Geltungsdrang, oft nicht geringeren als mancher Politiker. Dass sie zumindest nicht direkt gestalten können, müssen sie dadurch ausgleichen, dass sie über Artikel Einfluss zu nehmen versuchen. Dass sie dabei oft genug nur zur polemischen statt zur sachlichen Auseinandersetzung mit ihrem Berichtsgegenstand fähig sind, ist bedauerlich.

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Seltsam, seltsam, Sueddeutsche.de

Sueddeutsche.de schaut sich gerade an, wie die Parteien sich im Internet präsentieren. Nun hat sich Carolin Gasteiger der Grünen angenommen. Das kann man so oder so machen und vieles so oder so sehen. Mir gefällt der Artikel allerdings schon sprachlich überhaupt nicht, da ich im Teaser auf ausgestorbene Worte und seltsame Ansprüche stoße:

Im Internet präsentieren sich die Grünen gleich auf mehreren Web-Portalen. Nach fetziger Politposse und flotten Wahlkampf-Clips sucht man allerdings vergeblich.

Fetzig? Flott? Warum nicht endgeil? Oder knorke? Fesch? Fluffig? Flippig? Ich würd es ja so schreiben:

Im Internet machen sich die Grünen breit. Krasse Politposse und voll geile Wahlkampf-Clips sind aber leider nich’. Ey, nix kapiert, wa?

Egal. Kann schonmal passieren, dass man einen schlechten Tag erwischt. Inhaltlich ist der Artikel eher schwach auf der Brust und uninspiriert, aber kein großes Ding.

Was aber nicht passieren kann: laut Auskunft der Grünen haben zweimal Mitarbeiter/Verantwortliche der Grünen versucht, in den Kommentaren zum Artikel Stellung zu nehmen. Und wie geht sueddeutsche.de damit um?

25.08.2008 18:06:57

Die datenschutz-ist-buergerrecht.de Redaktion:

Diesen Kommentar können wir leider nicht veröffentlichen. Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB.

Na dann ist ja gut.

Disclaimer: Ich arbeite für newthinking communications, die eine der hier angesprochenen Websites umgesetzt hat (datenschutz-ist-buergerrecht.de). Mit der Site war ich nicht befasst.

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Sonntagedanken

“Viel Tag, wenig Sonne.” Immerhin kein schlechtes Gefühl, da ich den ganzen Tag an Sachen arbeite. Erkenntnis dieser Woche ist übrigens, dass - egal wie gut man Timing plant - man aufgrund externer, unbeeinflussbarer Umstände auf jeden Fall alles binnen der gleichen drei Tage zu erledigen hat.

Ach ja, ich glaub, ich hab noch nie selbst das Hallenprojekt von Sebastian Sooth, Alexander Lang und noch ein paar Berlinern erwähnt. Das gefällt mir, abgesehen von ein paar Usability-Geschichten, eigentlich ganz gut. Die Grundidee ist, dass man neue Orte für neues Arbeiten benötigt. Also Orte, an denen man Arbeiten kann, ohne “auf Arbeit” zu sein. Passende Orte identifizieren, mit anderen Neuarbeitern zu teilen und am Ende nebeneinander, miteinander und durcheinander arbeiten zu können ist in etwa das Ziel.

Neulich habe ich mir einen Sonnenbrand an der Wade geholt. Ich hatte gearbeitet und der Akku hielt länger als die Sonnenmilch.

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Reine Videotie?

Video, Video! Der Schlachtruf unserer Tage ist das bewegte Bild. Zeitungen setzen online darauf, Parteien setzen darauf, Firmen setzen darauf. Video! Video!

Der gesunde Menschenverstand ist oft genug problematisch, von sich selbst auf andere schließen oft verkehrt. Aber die Analyse der eigenen Verhaltensweisen gibt gute Anhaltspunkte, anhand derer man den Umgang anderer mit etwas vielleicht besser nachvollziehen kann. Die Nutzung von Onlinevideos ist so ein Fall.

Fernsehen ist ein unglaublich faules Medium. Man setzt sich hin und konsumiert (und wird konsumterrorisiert). Fernsehen funktioniert auf seine ganz eigene Weise.

Was passiert, wenn man nun Bewegtbilder im Netz publiziert? Welche Verhaltensweisen treten dort zu Tage?
Onlinevideo ist nicht “Fernsehen”. So banal es klingt, man sollte es berücksichtigen:

  • ich brauche Audioequipment: Kopfhörer oder Boxen
  • ich brauche Zeit: Video erfordert drei Sinne und ein abgebrochenes Video setze ich kaum fort
  • ich brauche Bandbreite: mobil macht Video nach wie vor gar keinen Spaß

Diese Liste ließe sich fortsetzen. Onlineaudio? Lässt sich passiv konsumieren. Text? Lässt sich gut später fortsetzen und ist leise.

Darüber hinaus kommt ein typischer Effekt zum tragen: Ich weiß nicht, was mich erwartet. Das lässt sich zwar beheben, indem Teasertexte zum Video gestellt werden - oder diese in einen größeren Kontext eingebettet werden. Doch letztendlich: Ich muss mich auf Video einlassen. Das ist und bleibt anspruchsvoll. Da Video ab einem gewissen Qualitätsanspruch zudem auch noch extrem teuer ist, sollte man sich daher sehr gut überlegen, ob man auf dieses Format allzugroße Hoffnungen setzen sollte. Oder liege ich hier falsch? Ich bitte um Gegenmeinungen.

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Urlaub

Natürlich kein echter. Aber vom Social Web. Mal schauen, wie lang.

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Wunderbare Welt der Zahlen

Die ARD/ZDF-Onlinestudie gilt seit Jahren als feste Bank der Onlinenutzungforschung. Nun ist sie wieder einmal erschienen - aber manches an ihr hinterlässt mehr Fragen denn Antworten. Hugo E. Martin hat ein paar Punkte zusammengetragen, die ein ungutes Gefühl hinterlassen:

Ein wenig erklärungsbedürftig ist auch, warum in dieser Befragung die Nutzungsdauer bei Frauen extrem zugelegt hat und zwar um 34, 3 % (von 102 auf 137 Minuten) und bei Männern fast ebenso extrem abgenommen hat und zwar um 24,1 % (von 133 auf 101 Minuten), während die Altersaufteilung derm Trend folgt.

Das ist ohne jede quantitative Gegenprüfung schlicht unglaubwürdig. Als ob die Männer alle zum Public Viewing gegangen wären und die Frauen sich dann im Internet vergnügt hätten…

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Warten. Warten. Warten.

Ist es schon da? Kommt es erst im nächsten Jahr? Sind die hohen Tagessätze für fähige Leute nicht ein klares Indiz für das baldige Platzen der aktuellen Bubble? Oder braucht es dafür den Schweinetarif der unfähigen? Ist die multimediale Aufrüstung großer Werbeagenturen Teil einer Nachhaltigkeitsstrategie? Oder doch nur Nachhall einer Strategielosigkeit, die sich in wildem Taktik-Tic-Tac-Toe ergeht?

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass diese Runde nie platzen wird. Solange alle gespannt auf das Platzen warten und niemand die Nadel in die Hand nimmt, passiert dem Ballon einfach nichts.

Heute Abend speiste ich unter anderem mit zwei oder drei Wespen, einem Spatz und einer Taube. Gallische Auguren würden sagen, dies war ein Zeichen. Doch was für eines?

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SPD verliert weiter, CDU ein bisschen heiter

Die FTD meldet es klein am Rande, SpOn macht damit auf: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik haben die Christdemokraten - erwartungsgemäß - die Sozialdemokraten bei der Mitgliederzahl überholt. Oder genauer gesagt: die Sozialdemokraten verlieren weiter Mitglieder. Das war anhand der längerfristigen Entwicklung schon abzusehen und die von SpOn gehypete Überraschung ist schlicht keine: die CDU hat eine etwas jüngere Altersstruktur als die SPD. Update für parteiergreifen.de kommt demnächst einmal.

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Barack Obama in Berlin: Schaut genauer auf diese Stadt

Gestern war ich bei Barack Obamas Rede auf der Straße des 17. Juni/Siegessäule. So wie ich kamen etwa 200.000 weitere um Obama reden zu hören. Auf meinem Rückweg, auf einer Rolltreppe im Hauptbahnhof, fragten mich zwei nette ältere US-Bürger ob und warum ich dort war. Sie konnten einfach nicht verstehen, was einen US-Präsidentschaftskandidaten so interessant für so viele Leute hierzulande macht.

Meine Antwort war nur die halbe Wahrheit, wie ich zugeben muss. Ich sagte, dass ich Politikwissenschaft studiert habe und dabei politische Kommunikation eines meiner Hauptfelder gewesen sei. Mich interessierte die Inszenierung, der Auftritt und die Rede eines Präsidentschaftskandidaten außerhalb des eigentlichen Wahlkampfgebietes. Doch nach etwas längerem Nachdenken muss ich ein paar Anmerkungen mehr machen (auch wenn dieses Posting dadurch gewisse Längen bekommt). Weiterlesen »

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Uneigener Gedanke

Hab einen. Remix von einem anderen. Funny van Dannen (Bekannte und Gemütsplaylistleser wissen um mein Faible für seine Texte) sprechgesangte dereinst “Aber Fragen ist ja auch einfacher denn Antworten. Oder glauben Sie, dass Günter Jauch mit Antworten so populär geworden wäre?”

Ich sag mal: Schreiben ist ja auch einfacher denn Lesen. Oder glauben Sie, dass Charlotte Roche mit Lesen so populär geworden wäre?

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Ohne Kommentar

Frage: Was machst Du schon wieder online?
Antwort: Gucken, wo ich was zu Essen her kriege.

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Klickunfug

Kollege Stefan Niggemeier hat mal wieder auf Trick 17 mit Selbstverarschung (so nannte man das in meiner Grundschulzeit) aufmerksam gemacht, der bei deutschen Onlinemedien stattfindet.

Wo ich noch auf Antwort warte: zoomer.de ist bislang weitgehend klickviehfrei. Hierzu habe ich im Blog von Hugo E. Martin ein paar Fragen an Peter Neumann formuliert - da zoomer.de nur auf 2,06 Klicks/Visit kommt.

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Xing-Status vs. Twitter

0:43.

Was das sagen soll?

Über einen Link bei Twitter gingen 43 User. Über einen vergleichbar angeteaserten Link in meinem Xing-Status ging kein einziger. (Das ist übrigens auch die Antwort auf die Frage, warum ich Shorl gegenüber anderen Linkkürzern vorziehe: Statistikfunktion)

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meedia.de: Wie im Jahr 2000. Nur sehr viel schlimmer.

Meedia.de ist da. Eineinhalb Jahre nach der Ankündigung ist der neue, ausschließlich online erscheinende Mediendienst gestartet. Das Ergebnis erstaunt. Weiterlesen »

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WTF?!

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Die Frage der Verhältnismäßigkeit

Betroffenheit ist ein schlechter Ratgeber. Das lernt eigentlich jeder Journalist früh. Das ist einer der Gründe, weshalb Journalisten betreffende Themen stets nur mit großen Bauchschmerzen behandelt werden.
Marcus Rohwetter hat nun in der Zeit ein Stück verfasst, indem er auf die bösen, bösen YouTube-User eindrischt. Eine selten seltsame Mischung aus Betroffenheit, Betroffenheit und Betroffenheit ist der Kern seiner Kolumne: er geißelt die “Armseligkeit”, den “Schrott” und die Urheberrechtsignoranz der YouTube-Nutzer. Und daraus leitet er ab: Datenschutz kann hier nicht gelten. Dieser Sumpf gehört nunmal ausgetrocknet, diese Insel der Verblödeten.

Ich finde Ladendiebstähle nicht besonders gut, weil ich sie mit meinen Käufen mitbezahle. Ich finde Zechprellerei doof, weil das auf Dauer auch mein Bier teurer machen wird. Beides wird vornehmlich von Personen durchgeführt, die mir unsympathisch sind. Und trotzdem ist es mir relativ egal, wenn ich zwei unterschiedlich wichtige Rechtsgüter habe: Datenschutz ist für mich heute soviel mehr wert als die irrealen Berechnungen über “Verluste” durch Kopien (andere nennen das Imagepflege) seitens IFPI und Co, dass ich darauf pfeife. Klar gibt es eine Pflicht für Google, bei YouTube das Mögliche zu tun (zB aus der Audiospur Hashfingerprints zu errechnen und die Uploads damit abzugleichen). Aber das wars dann auch. Für solch ach so schlimme Urheberrechtsverletzungen die Logfiles rausrücken zu müssen, kann nur eine Konsequenz bedeuten: keine Logfiles mehr anlegen.

Der Text von Rohwetter sollte meiner Meinung nach ausschließlich kostenpflichtig angeboten werden: er hat etwa die Flughöhe eines britischen Bierbauch-Bewegtbildes.

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Sommer. Loch.

Noch ein Jahr bis zur Bundestagswahl. Sommerpause in Berlin. Was bewegt den ganzen Wind, der die -kraft erzeugen soll? Die Kernkraft. Sie rauscht durch den Blätterwald. Neu ist an der Diskussion nichts. Eine Meinungsumfrage habe ergeben, dass. Die nächste Meinungsumfrage wird ergeben, dass.

Hätte man sich Interviews und Berichte dazu einfach gespart, könnte man sicherlich auf das eine oder andere Windkraftwerk verzichten.

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Ein Königreich für ein Korrektorat

Liebes faz.net,

ich will dir mal was sagen. Erstmal finde ich es schön, dass ihr eigene Artikel schreibt. Aber ich wundere mich ein bisschen. Zum Beispiel darüber:

Aber die Hersteller hätten ein „Akkustik-Management“, also einen Bereich, der sich um den Sound der Platte kümmere.

Oder auch darüber:

Doch der Qualitätskontrolle bei Apple sollte diese auffallen, sagt der IT-Experte auf Jülich.

Jülich ist keine Insel und keine Droge. Aber: wir lernen bei dem Artikel auch ansonsten eine Menge.

„Jedes Summen eines Festplattenrekorders, der in einem Wohnzimmer steht, ist ärgerlich“, sagt Timmermanns. Doch bei Festplatten in Serversystemen könne man berechtigterweise die Lautstärke vernachlässigen.

Die Zahl der Serversysteme mit eingebauten 2,5″-Platten dürfte gen Null tendieren, so dass dieser Vergleich hinkt. Eigentlich fällt mir spontan sogar genau kein Fall ein, in dem 2,5″-Festplatten anders als für Consumer-Zwecke verwendet werden (mag mich da aber irren). Und auch, dass diese abgebildete Festplatte eingebaut wurde, wie es die Bildunterschrift angibt, bezweifel ich (man sollte Festplatten lieber nicht öffnen, wenn man sie noch verwenden will). Aber genug der Korinthen.

Wo der Artikel meiner Meinung nach viel zu kurz greift: Die Qualität der Appleprodukte wurde bei PowerBook und iBook zurecht hoch gelobt. MacBook und MacBookPro sind aber durch reihenweise Konstruktionsfehler wie die Plastikkante im MacBook oder die sich verziehende Plastikoberschale im MacBookPro, miserable Verarbeitung (z. B. schiefe Tasten) etc. aufgefallen.

Dieses Posting wurde auf einem zwei Jahre alten MacBook verfasst. Es schnarrt (Lüfter), hat gebrochenes Plastik vorne rechts (Handablage), eine weiße Ersatz-Down-Taste (hey, wer außer mir hat ein ZebraMacBook?), manchmal flackert der Bildschirm ein wenig, die RJ-45-Buchse ist mausetot und der Brenner hat vor einem halben Jahr den Geist aufgegeben. Klar, ich benutze ein derartiges Gerät etwas mehr als Otto Normalnutzer. Und manches davon wäre auch noch unter die Garantie gefallen, wenn ich auf das Ding hätte verzichten können. Aber faktisch ist es nach 23 Monaten ein Halbinvalide.

Doch wie wir ja alle wissen: Apple steht für einfache Bedienung. What you see is what you get. Die schönsten Computer halt. Und sowieso, man wird so kreativ. Und geht am Morgen lieber an den Schreibtisch. Sagt zumindest der Herr Döpfner von Axel Springer. Kulturell modernisierend. Aber vielleicht arbeitet das Faz.net-Korrektorat ja auch einfach schon an ebensolchen tollen Geräten..?

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Ein bisschen Blues

In den letzten Wochen habe ich viel meiner Zeit darauf verwendet, nachzudenken. Nicht, dass dabei besonders viel herausgekommen wäre. Aber dümmer hat’s mich wohl auch nicht werden lassen.

Ich schreibe in diesem Weblog nicht sehr häufig über persönliches. Nicht viel über meine mehr oder minder private Welt. Das wird sich wohl auch nie ändern, da es gute Gründe gibt, dies nicht zu tun. Heute eine kleine Ausnahme. Weiterlesen »

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Kurzstudie: Kurt Beck hat keine Freunde - Politiker und Parteien im Web 2.0

Zusammen mit Markus Beckedahl ist eine Kurzstudie entstanden: wie nutzen Politiker und Parteien das Web 2.0 derzeit - oder auch nicht. Da in den Diskussionen häufig argumentiert wird, dass das junge Medium auch eher von jungen Politikern eingesetzt werden sollte, haben wir dabei auch die Jugendorganisationen und ihre Spitzenpolitiker mituntersucht. Die Kurzstudie steht unter CCBYNCSA-Lizenz (sprich: jeder darf sie weiterverbreiten und ihre Inhalte verarbeiten, solange unter Namensnennung, nichtkommerziell und unter gleicher Lizenz geschehend) und gibt es hier zum Download.

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Wie Medien heute doch Leser finden und was Sex damit zu tun hat

Reingelegt! Thomas Knüwer hatte damit einfach nicht gerechnet. Und wer soll schon damit rechnen? Weiterlesen »

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Druckmäusertum

Thomas Wanhoff hat bei Kooptech schön zusammengefasst, was Stand der Dinge im Onlinemedienwesen ist.

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Ne schöne Jrooss

Der Mann, bei dem ich gelernt habe, was Radio ist, wie man mit wenig Equipment und viel Willen, mit wenig Menschen und viel Mut Radio macht, er ist nicht mehr.

Er war immer Jraaduss, kein Wellenreiter. Danke für die vielen schönen gemeinsamen Stunden zwischen Mischpulten, Kabeln, Mikros und Telefon. Für die mit Lötzinn und Blödsinn.

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Gemütsplaylist #53

» Wir sind Helden - Müssen nur wollen

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Könnte es Flimmer sein?

Wer keinen Fernseher hat, sieht anders fern. Binsenweisheit? Ja. Aber immer wieder erstaunlich. Wenn ich doch einmal schaue, kommt mir Fernsehen einfach nur seltsam vor.

Da singt vor dem Fußballspiel niemand. Sondern vier Jungs einer Retortenband machen schlechtes Playback zu einem Instant-Popsong. Da stellt Michael Steinbrecher seine hobbypschologischen Fragen an die Interviewpartner (allerdings hatte ich ihn noch schlimmer in Erinnerung). Da bauscht Johannes Baptist Kerner die Übernahme des SFDRS-Sendesignals durch die Regiezentrale in Mainz zu einer gottweißwasfür-Leistung auf. Da wird von Werbeblock zu Werbeblock analysiert und analysiert.
Männchen mit vollkommen unnatürlichen Bewegungen hoppeln auf das Feld um die Aufstellung darzustellen, als ob Dino Dinis Kick Off heute noch State of the Art wäre. Und ja: nach dem Spiel kommen Angela Merkel, Michael Ballack, Franz Beckenbauer und Joachim Löw ganz sicher zu Wort - wortreich, wortgewalttätig, wortwitzlos. Ähähä, um es mit Franz Kaiser zu sagen.
In der Halbzeitpause dann das heute-journal. Mit dem Satz “Die Supervier ist die Vier” und dem Hintergrund “Lotto am Samstag”.

Ich bin kein Freund dieser Form von Fernsehen. Miserable Unterhaltung kann ich mir selbst machen. Dieses Fernsehen muss sterben, weil es einfach unglaublich schlecht ist.

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I want your bucks

Wer genau wissen will, worum es geht, der kann mich gerne auf den bekannten Wegen erreichen. Wer mir mehr oder minder blind Vertrauen schenken und etwas Geld geben möchte, der ist natürlich auch sehr herzlich willkommen.

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Die Zeit und Die Klicks

Josef Joffe plädiert im Blatt für Qualitätsjournalismus online. Wolfgang Blau ist seit März 2008 Chefredakteur bei ZEIT online.

Von Februar zu Mai 2008 veränderte sich die Ratio bei ZEIT online zwischen Visitors und PIs laut IVW online wie folgt:
Februar: 7.008.184 Visits / Mai: 6.959.641
Februar: 38.676.074 PIs / Mai: 64.756.789
Februar: 5,52 PIs/Visit / Mai: 9,30 PIs/Visit

Disclaimer: ich habe bis Ende Februar 2008 bei ZEIT online als Redakteur gearbeitet.

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Für wen bist Du?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten für viele der in Berlin lebenden Deutschtürken, Türkischdeutschen oder wie man das auch immer gerade nennt. Der Integrationsdiplomat vor meiner Haustür sagt: «Ist mir egal jetzt, wer gewinnt. Kommt eine von beiden in Finale gegen Spanien und gewinnt. Werd ich auf jeden Fall Europameister.»

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Service bei der Deutschen Bahn

Die Überschrift klingt automatisch nach Gemecker. Stimmt aber diesmal nicht: ich bin geradezu begeistert. Ich ließ meine Brille heute im Zug liegen, ging dann zum Service Point. Dort rief man im Zug an, der Schaffner fand das Objekt der Begierde, gab diese an einem Haltepunkt einem gegenläufig fahrenden Zugschaffner mit. Ich setzte mich für eine Dreiviertelstunde in die DB Lounge, trank etwas und konnte dann meine Sehkraftverstärkung in Empfang nehmen. Und das ging alles trotz Stress mit überaus hilfsbereiten und netten Mitarbeitern vonstatten. Dankeschön.

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Onlinedurchsuchung: Potenziale, Risiken, Risikogruppe Politiker

Für alle, die nach wie vor ein Interesse an dem Thema haben: Prof. Dr. Andreas Pfitzmann, TU Dresden, hat einige sehr interessante Folien mit schematischen Darstellungen zu Vorgehensweisen, Potenzialen und potenziellen bzw. realen Problemen online gestellt (PDF), die Teil der Datenspuren-Veranstaltung waren (leider keine Möglichkeit gehabt, da zu sein).

Verfassungsrichter tun das, was Politiker hätten tun sollen: Sich ein eigenes Urteil über IT erarbeiten und danach Verantwortung übernehmen

Harte Worte.

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